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Nea Anchialos Airbase

 

Die Nea Anchalos Airbase unter dem 111. Combat Wing ist die Airbase mit den meisten F-16 der Griechischen Luftwaffe, aufgeteilt auf drei Staffeln. Die Geschichte des 111. CW begann 1950, ab 1953 setzte man F-84G und später F-84F ein. Zudem gab es ein 341 Day Interception Squadron mit F-86E und 343 All-Weather Squadron mit F-86D, ab 1965 begann man die Modernisierung durch F-5. Im Jahre 1988 wurde das 330. Squadron aufgestellt, im Folgejahr wurden an das Sqn. die ersten F-16 C/D Block 30 geliefert. Ab 1997 wurde das 347. Sqn. sowie 1998 das 341. Sqn mit F-16 C/D Block 50 beliefert.

 

Am Morgen des 03.Mai 2017 begann der Tag an der Hauptwache der Nea Anchialos Airbase. Nach kurzer Anmeldung und Abgleich der Personalien ging es zunächst auf einen Kaffee zum Commander Colonel Dimosthenis Grigoriadis. Der Commander gab einen kurzen Fahrplan was für Missionen an diesem Tag geplant waren. Geplant waren zwei Missionen am Morgen/ Vormittag und Nachtflug mit Einbruch der Dunkelheit. 

Der Base Commander hat veranlasst von jeder der drei Staffeln ein F-16 mit je zwei scharfen AIM-9 Sidewinder und zwei AIM-120 AMRAAM bewaffnet für Fotos auf die Platte schleppen zu lassen. Vor den Maschinen reiten sich die Techniker und die Staffel Commander für Fotos auf. Für Fotos aus der Vogelperspektive sorgte ein Unimog mit Hebebühne. Sehr beachtlich welchen Aufwand man für diese Bilder betrieben hat. Vielen Dank dafür an das 111. Combat Wing!

 

Nach allen Absprachen und Vorbereitungen ging es dann zum Flugbetrieb, wo schon die ersten beiden vom 347. Sqn. mit MK.84 Bomben behangene F-16D angerollt kamen.

 

Die bewaffneten Maschinen ging zur Last Chance wo die Waffen dann endgültig scharf gemacht wurden. Fotos an dieser Position zu machen ist nicht ganz ungefährlich. Hingegen zu den unbewaffneten Maschinen standen die "scharfen" Maschinen mit der Nase zum Schärfewall. Grund dafür ist ganz einfach, wenn sich beim "schärfen" der Maschine ein Schuss lösen sollte, dient der Wall zum auffangen des Geschosses.

 

Startvorbereitung der Maschinen sowie das ziehen der Sicherungssplinte und das durchführen der letzten Kontrolle vor dem Start ist die Aufgabe der Boden Crew. 

 

Wärend die Maschinen auf ihren Missionen in der Luft waren, könnte ich die Zeit sinnvoll nutzen mit einem Spaziergang durch die Dezentralisierungsbereiche um die F-16 zu fotografieren die außerhalb der Shelter abgestellt waren.

 

An einer Wand einer Wartungshalle befindet sich ein Mosaik, auf dem an die erste F-16 Staffel der Hellenischen Luftwaffe erinnert wird. Das 330.Mira "THUNDER" der Adler und der Blitz der die Dunkelheit kreuzt zieren das Staffelwappen sowie die Leitwerke der Maschinen. Aufgestellt wurde das 330.Mira am 9.Januar 1989. Die ersten sechs Piloten wurden in den USA in Luke AB, Arizona für den Betrieb der F-16 ausgebildet und geschult. Hingegen die Techniker wurden in Fort Worth, Texas bei GENERAL DYNAMICS dem Hersteller der F-16 geschult. Insgesamt wurden im ersten Jahr der Staffel über 2500 Flugstunden absolviert.

Die Geschichte des 341. Mira. geht bis in das Jahr 1954 zurück wo die Staffel zuerst mit der F-86E ausgestattet war. Ab dem Jahr 1965 wurde die Staffel durch die wendigere F-5 A/B ersetzt, in den 70er und 80er übernahm das 341. Sqn. die Hauptrolle der Luftraumverteidigung des  Landes. 1998 wurde das Squadron dann reformiert und mit F-16 C/D Block 50 aufgestellt.

In früheren Jahren verfügte das 341.Sqn. sogar über zwei Kunstflugstaffeln, "AcroTeam" und den  "Hellenic Flame".

Das Staffelwappen der "ARROW" zeigt ein römisches Schutzschild mit vier aneinandergereihte Äser die von einem Pfeil durchschossen werden.

 

Auf dem Staffelwappen des 347. Mira wird das Schwert und die Flügel des mythischen Helden "Perseus" symbolisiert, deshalb auch der Staffelname "PERSEUS" Am 7. Januar 1997 wurde die Staffel wieder neu aufgestellt. Die Piloten und Techniker der Staffel bestanden aus den beiden vorhanden Staffeln 330. Sqn. und 341. Sqn. Da auch das "PERSEUS" auf dem moderneren F-16 C/D Block 50 fliegen sollte mussten auch hier Piloten und Techniker geschult werden, dies geschah wieder auf der Luke AB, Arizona. Am 22. August 1997 wurden die ersten F-16 in einer feierlichen Zeremonie an die griechische Luftwaffe übergeben. Von nun an ist das Geschwader für die operative Bombardierung und Abfang zuständig.

Die letzten Maschinen kamen gegen 13 Uhr von ihren Missionen zurück. Nun ruhte der Platz bis zu den Nachtflugmissionen. Diese Zeit wurde für ein ausgiebiges Mittagessen auf Kosten des Commanders im Speisesaal der Base genutzt.

 

Nach der Stärkung führte mich der Sicherheitsoffizier in den zivilen Bereich um die dort abgestellte Mil Mi-26 zu fotografieren.

 

Auf dem Weg zur Hauptwache fotografierte ich noch die Sammlung der Base. Nun wurde ich vom Sicherheitsoffizier nach draußen begleitet, er war dann für den Nachtflug meine Begleitung.

Um die Zeit sinnvoll zu nutzen ging es zurück in die Stadt Volos. Entspannen am Meer mit einem Fredo Kaffee.

 

Mit Einbruch der Dunkelheit um 18 Uhr ging dann der Nachtflugbetrieb los. Zu meiner Freude passte das haargenau mit dem Sonnenuntergang, so gelang es mir diese tolle Stimmung einzufangen.

 

Der goldene Sonnenuntergang bot wahrhaft goldige Bilder von den "PERSEUS" die als erstes zum Nachtflug starteten.

 

Mit der Dämmerung war es dann auch sehr gut möglich die Starts mit ordentlich Nachbrenner zu fotografieren.

 

Nach Untergang der Sonne wird es sehr schnell richtig dunkel. Die letzten Starts fotografierte ich dann frei Hand. Hier hätte ich gerne Langzeitbelichtungen gemacht aber ich denke es sind trotzdem sehr interessante Motive entstanden.

 


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